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Der Begriff der „Klassik“ wird im heutigen Sprachgebrauch häufig in bezug auf die Ernste Musik allgemein verwendet, um von der Unterhaltungs- und/oder Popmusik abzugrenzen. Innerhalb der Kunstmusik jedoch spricht man von „Wiener“ Klassik als Epochenbegriff, der hauptsächlich durch das Schaffen der Wiener Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven gekennzeichnet ist. Hierbei bleibt jedoch festzuhalten, dass kein einziger jener Komponisten der österreichischen Hauptstadt entstammt. Die Epoche der Klassik bezieht sich - wie bereits erwähnt - in erster Linie auf das Schaffen der drei Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven; der Begriff jedoch wird erst rückblickend nach Abschluss jener Epoche erstmalig verwandt in Ahnlehnung an die Weimarer Klassik der Literatur (Schiller, Goethe). Beschrieben werden soll das Vollendete und Mustergültige. Ereignisse wie die Französische Revolution und die damit eingetretene Abkehr von der Ständegesellschaft und Leibeigenheit sind ebenso nicht zuletzt für die Musik relevante Neuerungen wie die sich ausbreitende Säkularisation, Toleranz und Aufklärung. Die bisher im höfischen und kirchlichen Umfeld gespielte Kunstmusik tritt in öffentliche Konzerthäuser, Salons, Cafes und Säle ein und trifft auf bürgerliche Kultur, während sie zuvor eher einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten war. Einfachheit steht, in Absage des noch im Barock so geliebten Schwülstig – Übertriebenen, im Mittelpunkt der Epoche der Klassik. Das Schönheitsideal der Klassik bestimmt die Harmonie, die der Mensch in der Natur findet. Klassik ist gleichbedeutend mit einer ‚Idealgestalt’ ohne den Anspruch auf Erfüllung eines bestimmten Zweckes oder Sinnes. |
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