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der Renaissance |
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Musikalisch ist vor allem die Betonung alles „Menschlichen“ dominierend: Das musikalische Material soll berechenbar, rational durchschaubar und zudem schön und natürlich sein. Große Bedeutung wird überdies der Gesanglichkeit der Musik beigemessen. Die musikalischen Höhepunkte bieten Orlando di Lasso (1532-94) und Giovanni Pierlugi da Palestrina (ca.1525-94). Obgleich jenes Zeitalter der Renaissance häufig auch als die Epoche der „Niederländischen Vokalpolyphonie“ benannt wird beziehungsweise das Etikett „Niederländische Schule“ trägt, stammen viele Komponisten der ersten Stunde aus Nordfrankreich, dem Hennegau (Cambrai; Burgund) beziehungsweise Belgien - der Begriff „franko-flämische“ Musik erscheint somit passender. Im folgenden verschiebt sich das Zentrum in Richtung Italien. Die Betonung der Mehrstimmigkeit herrscht in der Renaissance vor; es erklingen vornehmlich kontrapunktische Einzelstimmen mit Vokalcharakter übereinander (stile antico), die mehr und mehr die Entstehung des Akkordes ankündigen. Der Begriff „Kontrapunkt“ entstammt dem Lateinischen: punctus contra punctum (Note gegen Note). Eine erste Einteilung der verschiedenen Stimmlagen (Sopran, Alt Tenor, Bass) ist in dieser Zeit anzusetzen. Trotz der starken Betonung des „gesanglichen Elementes“ in der Renaissance erreicht jedoch auch die Instrumentalmusik (vor allem die Tastenmusik) eine erste Selbständigkeit. Neben der vom menschlichen Atem bestimmten Melodik wird die Technik der Renaissance ebenso durch das Aufkommen von Terzen und Sexten beeinflusst, welche die eher statischen Quint- und Oktavintervalle ablösen und als Vorboten der Dreiklangsharmonik angesehen werden können, die wiederum später das Zeitalter des Barock einläuten sollte. |
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