Epochen-Übersicht

 

 
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  Zur Musik
  Die wichtigsten Gattungen
    der Renaissance
  Die fünf Ären der Renaissance
  Ausblick
 

Madrigal

Nach dem Trecento-Madrigal des 14. Jahrhunderts, welches zwei- und dreistimmig vorgetragen wurde, weist das M. des 16. Jahrhunderts (auch unter Einbezug von Instrumentalbegleitung) zumeist Vierstimmigkeit auf, wobei homophone und polyphone Bearbeitung sich abwechseln. Höhepunkt des Madrigals bietet die Zeit Mitte/Ende des 16. Jahrhunderts, in der bis dato unbekannte harmonische, rhythmische und chromatische Wendungen in die Madrigalkomposition einfließen.

Motette

Aus dem Choral entwickelte Gattung mehrstimmiger Vokalmusik mit Ursprung am Anfang des 13. Jahrhunderts. Ab dem 15. Jahrhundert bezeichnet die cantus firmus-Motette (mit c.f. im Tenor) die Hinwendung (eigtl. Rückkehr, da vorher weltlich) zur geistlichen Musik durch Psalm- und Evangelienmotetten. Spätere Formen sind zumeist dreistimmig, wobei mitunter auch bis zu sechsstimmige Motetten vorkommen können. Als herausragende Motettenart in der Renaissance kann die durchimitierte Motette des 16. Jahrhunderts betrachtet werden, bei welcher kein cantus firmus mehr vorhanden ist.     

Messe

Als M. wird der Hauptgottesdienst der römischen Kirche bezeichnet. Im musikalischen Sinne bezieht sich die M. auf das Ordinarium missae (das Regelmäßige / die Regelmäßigkeit der Messe; eingeteilt in fünf Abschnitte): Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei. Das 15. Jahrhundert prägt neben der typischen Vierstimmigkeit und einem von allen Stimmen gespielten gleichen Anfangsmotiv zumeist eine als cantus firmus dienende Melodie eines Chanson oder Chorals.

Chanson

Der Ch. entwickelt sich aus dem Diskantlied und erreicht seinen Höhepunkt im 16. Jahrhundert, wo er vierstimmig und ohne Instrumentalbegleitung dargeboten wird und zwischen polyphonen und homophonen Partien wechselt. Generell (bis heute) gleichbedeutend mit verschiedenen Arten des ein- oder mehrstimmigen Liedes, zumeist mit nur einem Instrument begleitet.

Hymne

Lob- und Preisgesang der lateinischen Kirche; unter sowohl homo- als auch polyphoner Gestaltungsweise sich entwickelte Gattung vom reinen a capella – Gesang bis hin zur Verwendung von Instrumenten im 16. Jahrhundert beziehungsweise Bearbeitungen durch die Orgel. 

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