Epochen-Übersicht

 
 
 
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Der Einzug sinnlicher Aspekte in die Musik (-ästhetik) kann als Barock-typisches Merkmal bezeichnet werden: So gilt in der Affektenlehre, dass Tempo, Klangfarben, Tonhöhe, Rhythmik, Melodik, Dynamik, Stilistik und nicht zuletzt die Wahl bestimmter Musikinstrumente in der Musik der Nachahmung von Affekten dienen. Descartes nennt  in seinem Traité des passions de l’ame von 1649 die sechs verschiedenen Affektformen Haß, Verlangen, Freude, Trauer, Liebe und Verwunderung; sogleich nimmt sich Johann Mattheson (1681-1764) in seinem 1739 geschriebenen Werk Der vollkommene Kapellmeister ebenfalls musikästhetischen Frage- und Problemstellungen an.

Folgende musikalische Eigenheiten treten überdies im Zeitalter des Barock erstmalig in Erscheinung:

Ø      Die Grundlage des musikalischen Satzes bildet der Generalbaß oder basso continuo, der als stützendes Element eine kontinuierliche Akkordbegleitung möglich macht.

Ø      Das konzertante Prinzip bezeichnet die Individualisierung der Einzelstimme, der durch Verzierungen und Improvisation eine freiere Gestaltung zukommt und mit der Akkordbegleitung zu einem harmonischen Ganzen verschmelzt.

Ø      Die Dur-Moll-Harmonik setzt sich an die Stelle der bis dato vorherrschenden Kirchentonarten – der Dreiklang tritt in Erscheinung.  Durch Jean-Phillippe Rameau wird diesbezüglich erstmalig die Theorie einer Funktionsharmonik entworfen (Traité de l’harmonie, 1722), bei der sich Akkordfortschreitungen auf einen Ausgangston bzw. Akkord beziehen. 

Ø      Als Monodie (monodia, gr.: „Einzelgesang“) bezeichnet man den ab 1600 in Florenz aufkommenden affektgesteuerten weltlichen Sologesang, der von einem sich unterzuordnenden Generalbaß begleitet wird und damit die übliche Lautenbegleitung im Lied ersetzt. Die Monodie findet insbesondere in der Erscheinung der Oper Bedeutung. In der Antike gab es zwar bereits Monodien, doch waren dies zumeist Klagegesänge, von denen sehr wenige überliefert werden konnten.   

Ø      Das Taktsystem und die Entstehung des Akzentstufentaktes beherrschen von nun als regelmäßige metrische Einheit die Musik; Im Bereich der Notation kommen Bindebögen, Verlängerungspunkte, Ziffern etc. hinzu.

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