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Gattungen und Entwicklungen |
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Die folgende
Epoche des Barock (frz. baroque, ital. barocco)
bedient sich – wie auch die Renaissance -
eines Begriffes der Kunsthistorik. Die Bedeutung des Begriffs als
„schief-runde Perle“ bezieht sich auf die Betonung des „schwülstig-überladenen“
in Abgrenzung zu klassizistischen Elementen. Assoziiert wird jene Epoche auch
mit dem Begriff Generalbasszeitalter
(Hugo Riemann)
beziehungsweise gilt als Zeitalter des konzertierenden Stils (Handschin). Der Mensch begreift sich als fühlendes Wesen in seinen Fantasien und Leidenschaften, wenngleich das Weltbild deutlich rational Gesetzmäßigkeiten folgt. Jenes „rationale“ Element wird jedoch durch Glanz, Aufwand und Extreme zu einer phantastisch-illusionistischen, die Realität übersteigenden Ordnung erweitert. Der Mensch versucht mehr und mehr, sich von der Natur abzugrenzen, während er noch im frühen Mittelalter diese nachzuahmen pflegte. Diese Tendenz zu betont unnatürlichen und künstlichen Elementen hält in den folgenden Jahrzehnten an. Der 30jährige Krieg (1618-1648) und die Glaubensspaltung hinterlassen ebenso ihre Spuren wie auch der Wandel vom Absolutismus zur Republik, welcher in der Epoche des Barock zwar noch nicht erreicht, jedoch eingeleitet wird. |
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