<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>VioWorld Blog &#187; Kulturpolitik</title>
	<atom:link href="http://www.vioworld.de/tag/kulturpolitik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.vioworld.de/blog</link>
	<description>Beiträge zu Kultur, Jobs und Web 2.0</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 09:19:49 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>Vioworld trifft&#8230; Stefan Soltesz</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2011/06/vioworld-trifft-stefan-soltesz/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2011/06/vioworld-trifft-stefan-soltesz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 13:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Baumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[VioWorld trifft...]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=3883</guid>
		<description><![CDATA[Johannes Baumann traf den Intendanten und GMD des Essener Aalto-Theaters bei den Baden-Badener Pfingstfestspielen anlässlich der Salome-Premiere mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Ein spannendes Gespräch über Oper, Kulturpolitik und die Zukunft der Orchesterlandschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johannes Baumann traf den<a href="http://www.aalto-musiktheater.de/leitung/soltesz-stefan.htm" target="_blank"> Intendanten und GMD</a> des Essener Aalto-Theaters bei den <a href="http://www.festspielhaus.de/" target="_blank">Baden-Badener Pfingstfestspielen</a> anlässlich der Salome-Premiere mit dem <a href="http://www.dso-berlin.de/content/index_ger.html" target="_blank">Deutschen Symphonie-Orchester Berlin</a>. Ein spannendes Gespräch über Oper, Kulturpolitik und die Zukunft der Orchesterlandschaft.</p>
<p><object width="640" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7TwXKzNUwSg?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/7TwXKzNUwSg?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2011/06/vioworld-trifft-stefan-soltesz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spielverbot für das Aalto-Theater am Karfreitag</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2011/03/spielverbot-fur-das-aalto-theater-am-karfreitag/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2011/03/spielverbot-fur-das-aalto-theater-am-karfreitag/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=3664</guid>
		<description><![CDATA[Das Regierungspräsidium Düsseldorf untersagte jüngst die anstehende Premiere von &#8220;Madame Butterfly&#8221; unter Berufung auf ein entsprechendes Feiertagsgesetz, das alle &#8220;der Unterhaltung dienenden Veranstaltungen&#8221; am Karfreitag untersagt. Warum das Musiktheater im Revier am selben Tag &#8220;Anatevka&#8221; spielen darf, verstehe wer wolle &#8211; wir sprachen kurzerhand mit dem Presse- sprecher des Aalto Theaters Reinhard Beuth: Vorstellungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3671" class="wp-caption alignright" style="width: 171px"><a href="http://vioworld.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/aalto1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3671  " title="aalto" src="http://vioworld.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/aalto1-199x300.jpg" alt="" width="161" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Essener Philharmoniker im Aalto Theater</p></div>
<p>Das Regierungspräsidium Düsseldorf <a href="http://www.derwesten.de/staedte/essen/kultur/Stadt-Essen-verbietet-Oper-im-Aalto-Theater-am-Karfreitag-id4477116.html" target="_blank">untersagte</a> jüngst die anstehende Premiere von &#8220;Madame Butterfly&#8221; unter Berufung auf ein entsprechendes Feiertagsgesetz, das alle &#8220;der Unterhaltung dienenden Veranstaltungen&#8221; am Karfreitag untersagt.</p>
<p>Warum das <a href="http://www.musiktheater-im-revier.de/Start/" target="_blank">Musiktheater im Revier</a> am selben Tag &#8220;Anatevka&#8221; spielen darf, verstehe wer wolle &#8211; wir sprachen kurzerhand mit dem Presse-<br />
sprecher des <a href="http://www.theater-essen.de/" target="_blank">Aalto Theaters</a> Reinhard Beuth:</p>
<p><em>Vorstellungen und Premieren an Feiertagen sind an deutschen Theatern keine Seltenheit. Wie erklären Sie sich das Verhalten des Regierungspräsidiums?<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Offenbar liegt eine Anzeige beim Regierungspräsidium gegen das Aalto Theater in dieser Sache vor, auf Grund derer gehandelt werden musste. Anderen Aufführungen im Bereich des RP Düsseldorf droht nach unserem Kenntnisstand kein Untersagungsverfahren. Auch ist das RP in den vergangenen Jahren nie tätig geworden.</p>
<p><em>Wen oder was glaubt man damit zu schützen?<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Richtig ist, dass das NRW-Feiertagsgesetz von 1989 Bühnenaufführungen sehr stark einschränkt. Sinn des Gesetzes war sicher, Verletzungen des religiösen Empfindens der Bürger durch Unterhaltungsveranstaltungen zu verhindern. Richtig ist aber auch, dass dieses Gesetz in seinem Wortlaut seit Jahren nicht mehr durchgesetzt wird.</p>
<p><em>Gab es möglicherweise Beschwerden von Mitarbeitern des Aalto Theaters bezüglich ihrer Arbeitszeiten?<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Arbeitszeiten werden am Aalto-Theater vertragsgemäß gestaltet. Beschwerden in Bezug auf die Arbeitszeit am Karfreitag hat es nicht gegeben. Es gab in den vergangenen Jahren sehr vereinzelte Bitten von Mitarbeitern, und wir sprechen hier von zwei oder drei Fällen in zehn Jahren, vom Dienst am Karfreitag suspendiert zu werden. Dies wurde stets ermöglicht.</p>
<p><em>Welchen finanziellen Schaden würde ein Ausfall der Premiere bedeuten?<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Der kurzfristige Ausfall der Premierenvorstellung hätte einen materiellen Schaden von ca. 50.000 € verursacht, insbesondere durch Auszahlung des Premierenabonnements, dem keine Ersatzvorstellung hätte angeboten werden können. Der immaterielle Schaden z.B. durch  fehlende Presseberichterstattung entzieht sich einer Bezifferung.</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p>Intendant Stefan Soltesz hat sich übrigens entschlossen, die Premiere um einen Tag vorzuverlegen, um den finanziellen und ideellen Schaden zu begrenzen. Bereits im letzten Jahr veröffentlichten wir in diesem Blog einen <a href="http://vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/" target="_blank">offenen Brief von Soltesz</a> zu anstehenden Kürzungen im Kulturetat des Landes NRW.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2011/03/spielverbot-fur-das-aalto-theater-am-karfreitag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alles muss raus! Blogparade zum fortschreitenden Abbau der Kulturförderung</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2010/03/alles-muss-raus-blogparade-zum-fortschreitenden-abbau-der-kulturforderung/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2010/03/alles-muss-raus-blogparade-zum-fortschreitenden-abbau-der-kulturforderung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=2775</guid>
		<description><![CDATA[Es ist eigentlich kaum zu glauben &#8211; ausgerechnet im Kulturjahr Ruhr.2010 wird wieder heftig über Kürzungen von Kultursubventionen debattiert. Ein Prozess, den wir bei VioWorld hautnah miterleben. In Wuppertal denkt man offen über Theaterschließungen nach, das Kölner Gürzenich-Orchester bekommt einen Ausgabenstopp verordnet, in Duisburg ist das Kulturzentrum HundertMeister gefährdet, auch das einzige kommunale Kino soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YPWxzi0kdO0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/YPWxzi0kdO0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Es ist eigentlich kaum zu glauben &#8211; ausgerechnet im Kulturjahr <a href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/">Ruhr.2010</a> wird wieder heftig über Kürzungen von Kultursubventionen debattiert. Ein Prozess, den wir bei <a href="http://www.vioworld.de/">VioWorld</a> hautnah miterleben. In <a href="http://www.wuppertaler-buehnen.de/" target="_blank">Wuppertal</a> denkt man offen über Theaterschließungen nach, das Kölner <a href="http://www.guerzenich-orchester.de/home/" target="_blank">Gürzenich-Orchester</a> bekommt einen Ausgabenstopp verordnet, in Duisburg ist das Kulturzentrum <a href="http://www.hundertmeister.de/" target="_blank">HundertMeister</a> gefährdet, auch das einzige kommunale Kino soll bald dicht machen.</p>
<p>Pessimistischen Schätzungen zufolge soll die Wirtschaftskrise erst 2011 voll auf die Kulturbranche durchschlagen. Grund, das Tafelsilber zu verscherbeln? Was kann getan werden, damit alle Beteiligten die einzigartige Orchester- und Theaterlandschaft im deutschsprachigen Raum endlich als Potential begreifen und nicht als finanzielle Last? Was können die Institutionen tun, was das Publikum, was möglicherweise die Wirtschaft &#8211; und sei es nur um einen Standortvorteil zu sichern?</p>
<p>Ich möchte mir nochmal anschauen, was der Intendant des Essener Aalto-Theaters Stefan Soltesz in seinem <a href="http://vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/" target="_blank">offenen Brief </a>an die Kommunalpolitik schreibt.<span id="more-2775"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Der Öffentlichkeit suggerieren Sie beständig einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kulturförderung und Haushaltskrise und erwecken den Eindruck, das eine sei die Ursache des anderen.&#8221;</em></p>
<p>Das ist in der Tat empörend, wenn man bedenkt, dass NRW im Ländervergleich schon jetzt das <a href="http://www.rankaholics.de/w/die+bundeslaender+mit+der+hoechsten+kultur-foerderung+2007_2259" target="_blank">Schlusslicht</a> in der Kulturförderung markiert. Wo gibt es denn da noch Sparpotential?</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Selbst bei völliger Streichung der Kulturförderung wäre eine Haushaltskonsolidierung auch nicht ansatzweise erreicht. Die Staatsausgaben für Kultur in Deutschland betragen über alle öffentlichen Haushalte hinweg 0,8 Prozent der Etats.&#8221;</em></p>
<p>Aus meiner Sicht ist es höchste Zeit, einen bundesweit verbindlichen Mindestprozentsatz für die Kulturförderung festzulegen. Die Kulturhoheit der Länder hat sich hier leider nicht bewährt, zumal in Zeiten klammer kommunaler Kassen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Gerade im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 kann es mir und meinen Mitarbeitern nicht gleichgültig sein, unterschwellig als Verschwender der raren öffentlichen Gelder gebrandmarkt zu werden.&#8221;</em></p>
<p>Offenbar haben die meisten Kulturdezernenten noch nie ein Theater von innen gesehen. Sonst wüssten sie, dass dort nicht Verschwendung herrscht, sondern das Gegenteil der Fall ist: Motivierte Mitarbeiter, die sich hochgradig mit ihrer Arbeit identifizieren und für ein kleines Gehalt viel und flexibel arbeiten. Hier wird deutlich, dass die Institutionen noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten haben. Vor allem die Freundeskreise können im Sinne eines Lobby-Boards einflussreiche Kulturfreunde umwerben und für ihre Sache einspannen.</p>
<p>Recht erfolgreich sind auf diesem Gebiet Kuratorium und Förderkreis des <a href="http://www.konzerthaus.de/zukunftkonzerthaus/kuratorium.php?id_language=1&amp;database=">Berliner Konzerthauses</a>, deren (Zusammen-)Arbeit ich mir im nächsten Beitrag näher ansehen möchte. Eventuell liegt in diesem Bereich auch Potential für Social Media Aktivitäten &#8211; aber das ist ja schon wieder ein Thema für sich.</p>
<p>Ich freue mich auf eure Beiträge!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2010/03/alles-muss-raus-blogparade-zum-fortschreitenden-abbau-der-kulturforderung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klare Worte von Aalto-Intendant Stefan Soltesz</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 10:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=2552</guid>
		<description><![CDATA[Man kann es nicht oft genug sagen: Kürzungen in der Kulturförderung sind nicht dazu geeignet, die öffentlichen Haushalte zu sanieren! Umso absurder, dass ausgerechnet im Kulturjahr des Ruhrgebiets NRW-Politiker in diese Richtung polemisieren. Hier ein offener Brief, der uns gestern per Email erreichte: An den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhard Paß An den Regierungspräsidenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2563" class="wp-caption alignright" style="width: 154px"><a rel="attachment wp-att-2563" href="http://vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/soltesz-2/"><img class="size-full wp-image-2563" title="soltesz" src="http://vioworld.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/soltesz1.gif" alt="Stefan Soltesz" width="144" height="144" /></a><p class="wp-caption-text">Stefan Soltesz</p></div>
<p>Man kann es nicht oft genug sagen:<br />
Kürzungen in der Kulturförderung sind nicht dazu geeignet, die öffentlichen Haushalte zu sanieren! Umso absurder, dass ausgerechnet im Kulturjahr des Ruhrgebiets NRW-Politiker in diese Richtung polemisieren. Hier ein offener Brief, der uns gestern per Email erreichte:</p>
<p>An den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhard Paß<br />
An den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Düsseldorf, Herrn Jürgen Büssow<br />
An den Kämmerer der Stadt Essen, Herrn Beigeordneten Lars Martin Klieve</p>
<p>Essen, 7.1.2010<br />
Sehr geehrte Herren,</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_2556" class="wp-caption alignright" style="width: 210px;">
<dt class="wp-caption-dt"></dt>
<dd class="wp-caption-dd">
</dd>
</dl>
</div>
<p>die dramatische Schieflage der kommunalen Haushalte stellt Sie in Ihren Ämtern vor fast unlösbare Aufgaben. Es ist Ihr gutes Recht und wohl auch Ihre politische Pflicht, die Öffentlichkeit über die Medien auf unabdingbare Einschnitte in öffentlichen Leistungen hinzuweisen.</p>
<p>In fataler Gleichstimmung nennen Sie beim Thema Haushaltskonsolidierung stets an vorderster Stelle und in besonderer Ausführlichkeit die Aufwendungen für Kultur. <span id="more-2552"></span>Sie, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, bringen eine spezielle Kulturtaxe ins Spiel; Sie, sehr geehrter Herr Regierungspräsident, empfehlen Schließungen und Fusionen von Theatern; Sie, sehr geehrter Herr Beigeordneter Klieve, vergleichen künstlerische Betriebe mit kommerziellen Unterhaltungsstätten. Die Ideen und Akzente wechseln, aber stets ist das kulturelle Leben der Stadt und der Region Ihr bevorzugtes Argumentationsfeld. Die Kultur wird zum Sündenbock gemacht.</p>
<p>Der Öffentlichkeit suggerieren Sie beständig einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kulturförderung und Haushaltskrise und erwecken den Eindruck, das eine sei die Ursache des anderen. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht aus Absicht geschieht. Tatsache ist: Die Kultur wird so zu einem Hauptverantwortlichen für die finanzielle Malaise der Kommunen gestempelt.</p>
<p>Dass die Kultur dies nicht ist, wissen Sie genau. Selbst bei völliger Streichung der Kulturförderung wäre eine Haushaltskonsolidierung auch nicht ansatzweise erreicht. Die Staatsausgaben für Kultur in Deutschland betragen über alle öffentlichen Haushalte hinweg 0,8 Prozent der Etats. Ich appelliere daher dringend an Sie, das Thema Kultur weit hintanzustellen, wenn Sie über Haushaltssanierung diskutieren. Denn dort kann die Kultur ausnahmsweise lediglich einen bedeutungslosen Rang einnehmen.</p>
<p>Gerade im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 kann es mir und meinen Mitarbeitern nicht gleichgültig sein, unterschwellig als Verschwender der raren öffentlichen Gelder gebrandmarkt zu werden. Dass es für mich und mein Haus selbstverständlich ist, mit den uns anvertrauten Mitteln sorgfältig und sparsam umzugehen, belegen unsere im nationalen wie regionalen Vergleich hervorragenden Kennzahlen. Ebenso selbstverständlich beteiligen wir uns konstruktiv an allen Gesprächen über machbare und verantwortbare Veränderungen. Aber wir erwarten auch Fairness in der Diskussion über die Sanierung kommunaler Haushalte. Die ständige Thematisierung der Kultur im Zusammenhang mit der Finanznot der Städte empfinde ich als unrichtig, beinahe demagogisch.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>gez. Stefan Soltesz<br />
Intendant und Generalmusikdirektor</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2010/01/klare-worte-von-aalto-intendant-stefan-soltesz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Orchesterfusion gescheitert</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/orchesterfusion-gescheitert/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/orchesterfusion-gescheitert/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=2380</guid>
		<description><![CDATA[So schnell können Fusionspläne scheitern und Intendanten sich blamieren. Leider haben alle Beteiligten den Schaden. Hier ein Auszug aus der aktuellen Pressemeldung des DSO: Große Erleichterung beim DSO über das gescheiterte Fusionsvorhaben Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher begrüßen das Bekenntnis der Gesellschafter der roc berlin zum DSO Die Musikerinnen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schnell können <a href="http://vioworld.de/blog/2009/12/quo-vadis-kulturmetropole/">Fusionspläne</a> scheitern und Intendanten sich blamieren. Leider haben alle Beteiligten den Schaden. Hier ein Auszug aus der aktuellen Pressemeldung des DSO:<a rel="attachment wp-att-2383" href="http://vioworld.de/blog/2009/12/orchesterfusion-gescheitert/dso_logo/"><img class="alignright size-full wp-image-2383" title="dso_logo" src="http://vioworld.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/dso_logo.gif" alt="dso_logo" width="130" height="50" /></a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Große Erleichterung beim DSO über das gescheiterte Fusionsvorhaben</strong></em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher begrüßen das Bekenntnis der Gesellschafter der roc berlin zum DSO</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em> </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) mit ihrem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher sind erleichtert, dass sich die Gesellschafter der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), insbesondere Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, so schnell und eindeutig zum Fortbestand der Ensembles der roc berlin und somit zur Bedeutung des DSO für die nationale und internationale Kulturlandschaft bekannt haben.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das DSO und Ingo Metzmacher bedanken sich ausdrücklich für die breite Unterstützung der Öffentlichkeit und bei all denjenigen, die sich in dieser gefährlichen Situation mit größtem Engagement und mit Entschlossenheit für die Rettung des Orchesters eingesetzt haben.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/orchesterfusion-gescheitert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Quo vadis Kulturmetropole? Berlin plant Orchesterfusion</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/quo-vadis-kulturmetropole/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/quo-vadis-kulturmetropole/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 12:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=2365</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Arm aber sexy&#8221; &#8211; so charakterisierte der regierende (Kultur-)Bürgermeister Wowereit seine chronisch klamme Stadt. Und was macht Berlin sexy, wenn nicht seine kulturelle Fülle und Vielseitigkeit? Dieser Tage gilt leider, was Manuel Brug in der Welt ironisch auf den Punkt bringt: &#8220;Weniger Musik in Berlin&#8221;. Am Freitag letzter Woche sickerte durch, dass Deutschlandradio-Intendant Steul eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Arm aber sexy&#8221; &#8211; so charakterisierte der regierende (Kultur-)Bürgermeister Wowereit seine chronisch klamme Stadt. Und was macht Berlin sexy, wenn nicht seine kulturelle Fülle und Vielseitigkeit? Dieser Tage gilt leider, was Manuel Brug in der Welt ironisch auf den Punkt bringt: <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5432357/Bund-will-weniger-Musik-in-Berlin.html">&#8220;Weniger Musik in Berlin&#8221;</a>.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NLEbaXIWc60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NLEbaXIWc60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Am Freitag letzter Woche sickerte durch, dass Deutschlandradio-Intendant Steul eine Fusion von <a href="http://www.rsb-online.de/content/index_ger.html">Rundfunk-Sinfonieorchester</a> und <a href="http://www.dso-berlin.de/content/index_ger.html">Deutsches Symphonieorchester Berlin</a> bis 2011 anstrebt. Dies erstaunt umso mehr, als es sich hier um zwei international renommierte und künstlerisch denkbar unterschiedliche Klangkörper handelt, die nun unter dem konservativen RSB-Chefdirigenten Marek Janowski zu einem neuen Superorchester zusammengeführt werden sollen. </p>
<p>Der Zeitpunkt ist strategisch gut gewählt, das DSO bietet eine ideale Angriffsfläche, nachdem sein Chef Ingo Metzmacher nach zähen (und wohl nicht ganz fairen) Verhandlungen seinen Vertrag nicht verlängert hatte. Ein Affront ist der Vorstoß auch für die nach der Wende geschaffene roc (Rundfunkorchester und -chöre GmbH), die zwei Orchester und zwei Chöre aus ost und west unter einem Dach vereint und den Erhalt derselben zur Aufgabe hat. </p>
<p>Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die beiden Mehrheitsgesellschafter Deutschlandradio und Bund mit ihren Fusionsplänen ernst machen und ob die Musikstadt Berlin &#8220;sexy&#8221; bleibt.</p>
<p>Mit Unterzeichnung einer <a href="http://dso-petition.de/">Petition</a> kann man seine Solidarität mit dem DSO bekunden.</p>
<p>Weitere Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5448948/Eine-Orchesterfusion-in-Berlin-waere-ein-fatales-Signal.html">http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5448948/Eine-Orchesterfusion-in-Berlin-waere-ein-fatales-Signal.html</a><br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2968134">http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2968134</a><br />
<a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article1218546/Bigottes-Rechenspiel.html">http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article1218546/Bigottes-Rechenspiel.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2009/12/quo-vadis-kulturmetropole/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ereignis der Woche: Aus für Thielemann</title>
		<link>http://www.vioworld.de/blog/2009/07/ereignis-der-woche-aus-fur-thielemann/</link>
		<comments>http://www.vioworld.de/blog/2009/07/ereignis-der-woche-aus-fur-thielemann/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 10:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hagen  Kohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vioworld.de/blog/?p=1472</guid>
		<description><![CDATA[Dirigent zu sein macht heutzutage wirklich keinen Spaß mehr: Finanz- und Kompetenzgerangel mit der Kulturpolitik, Etatkürzungen und immer selbstbewusster werdende Orchester, die einen ungeliebten Pultlöwen gerne mal auflaufen lassen. Vor allem &#8220;Stardirigenten&#8221; wie Christian Thielemann müssen auf schmerzhafte Weise lernen, dass good old Karajans Zeiten endgültig vorbei sind. Nach einem jahrelangen Machtkampf zwischen Dirigent, Orchester [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/HdQN_kHAW5Y&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/HdQN_kHAW5Y&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Dirigent zu sein macht heutzutage wirklich keinen Spaß mehr: Finanz- und Kompetenzgerangel mit der Kulturpolitik, Etatkürzungen und immer selbstbewusster werdende Orchester, die einen ungeliebten Pultlöwen gerne mal auflaufen lassen. Vor allem &#8220;Stardirigenten&#8221; wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Thielemann">Christian Thielemann</a> müssen auf schmerzhafte Weise lernen, dass good old Karajans Zeiten endgültig vorbei sind. Nach einem jahrelangen Machtkampf zwischen Dirigent, Orchester und Kulturpolitik wurde nun bekannt, dass man seinen bis 2011 laufenden Vertrag nicht verlängern wird.<br />
Manuel Brug <a href="http://">kommentiert</a> die Niederlage des Supermaestros, dessen Karriere er als &#8220;Spur der Verwüstung&#8221; sieht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vioworld.de/blog/2009/07/ereignis-der-woche-aus-fur-thielemann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

