VioWorld Blog

Beiträge zu Kultur, Jobs und Web 2.0

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KultUp, MusUp… TweetUp!

22. Februar 2013 von Johannes Baumann· Kultur im Netz

museup-fullManchmal muss eben doch der Berg zum Propheten kommen. Während deutsche Kultureinrichtungen sich nur zögerlich der digitalen Öffentlichkeit stellen, macht eine Gruppe kulturbegeisterter Social-Media-Enthusiasten Nägel mit Köpfen: Sie organisieren ehrenamtlich und kostenlos sogenannte Tweetups in den jeweiligen Einrichtungen wie die Frankfurter Initiative KultUp von Ulrike Schmid und Birgit Schmidt-Hurtienne, die Berliner MusUps von Hie-suk Yang und Jenni Fuchs oder die TweetUps der Münchner Kulturkonsorten.

kultupDas Prinzip: Kulturfans treffen sich zu einer Museumsführung oder Theaterprobe und twittern ihre Eindrücke in Form von Text, Foto oder Video nach “draußen”. Wie sehr sich ein solches “Wagnis” lohnt, konnte letzte Woche das Theater Heilbronn erfahren, welches die Twitterati zu einer Opernprobe auf und hinter die Bühne ließ. Die Resonanz war überwältigend – es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis die frohe Kunde endlich auch in deutschen Kulturbetrieben Einzug hält: das Social Web ist da – macht was draus!

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“Experiments” mit Songs von John Dowland

11. Februar 2013 von Johannes Baumann· Fundgrube

Wie die Songs des englischen Renaissance-Komponisten John Dowland klingen, wenn man Laute gegen E-Gitarre tauscht, demonstrierten Ingolf Seidel (Bariton) und Lars Kutschke (Gitarre) am 7.2.  in der Reihe “Experiments” des RIAS Kammerchors. Wir durften kurz vor dem Konzert in der Britischen Botschaft mal reinhören.

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Vioworld trifft…Alice Sara Ott

01. Februar 2013 von Johannes Baumann· VioWorld trifft...

Alice Sara Ott lebt seit einem halben Jahr in Berlin. Ich traf Sie in Ihrer Wohnung zu einem wunderbaren Gespräch über Kinder und Jugendjahre, Ihre Zeit bei Karl-Heinz Kämmerling und Ihre rege Konzerttätigkeit im laufenden Jahr. Als besonderes “Schmankerl” spielt Sie nach dem Interview noch was auf dem Klavier.

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Strategisches Marketing für Musiker: DigimediaL_musik geht in die nächste Runde

29. Januar 2013 von Johannes Baumann· Beruf und Weiterbildung

digimedialDer Berliner Musikmarkt ist mit professionellen Musikern regelrecht überflutet. Das macht es einerseits schwierig für Musikschaffende mit ihren individuellen künstlerischen Qualitäten wahrgenommen zu werden, auf der anderen Seite fällt es auch denjenigen schwer, die ein anspruchsvolles Musikprogramm suchen, den passenden Profimusiker zu finden. Aufgrund der stetig wachsenden Vernetzung im Internet gewinnt die gezielte Präsentation und Kommunikation des Künstlers stark an Bedeutung. Dies hat zur Folgen, dass Musiker, die erfolgreich sein wollen, sich strategisch Selbstvermarkten und das Künstler-Profil schärfen und weiterentwickeln müssen. An diesem Punkt möchte das Projekt DigiMediaL_musik Berliner Musikschaffende bei ihren Marketingaktivitäten mit einem individuellen Weiterbildungsangebot unterstützen und begleiten.

Am 4. März startet der an der UdK Berlin angesiedelte Zertifikatskurs DigiMediaL_musik in die nächste Runde. Wir sprachen mit Susanne Baron, zuständig für den Bereich Social Media Marketing und Autorin des DigimediaL_musik Blog.

Seit wann gibt es DigiMediaL_musik und wer sind die Teilnehmer?

Das Projekt DigiMediaL_musik wurde 2009 am Career College der Universität der Künste in Berlin ins Leben gerufen und wird seit dem kontinuierlich inhaltlich weiterentwickelt. Unser berufsbegleitendes Zertifikatskurs- und Workshop-Angebot richtet sich gezielt an professionelle Berufsmusikerinnen und -musiker sowie Kultur- und Musikmanager aus Berlin. Seitdem haben über 200 Musikschaffende, insbesondere aus dem Bereich der klassischen Musik, teilgenommen.

Was kann man in eurem Zertifikatskurs lernen? Wer sind die Dozenten?

Im viermonatigen DigiMediaL_musik Zertifikatskurs können sich Musikschaffende berufsbegleitend mit der zielgerichteten Profilbildung und dem Erwerb von Musikmarketing-Fertigkeiten im Social Web auseinandersetzen. Im Rahmen dieser Qualifizierungsmaßnahme gehen wir verschiedensten Fragen nach: Wie positioniere ich mich professionell im digitalen Musikmarkt? Wie vernetze ich mich effektiv mit anderen Künstlern? Wie schütze ich meine Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Netz? Wie betreibe ich effizientes Zeit- und Selbstmanagement? Grundgedanke ist, dass die Teilnehmer erlerntes Know-how umgehend in praktischen Übungen auf die eigenen Musikprojekte anwenden.

Die erforderlichen Kompetenzen vermitteln wir praxisnah mit Hilfe von über 25 erfahrene Expertinnen und Experten aus Musikwirtschaft, Marketing und Hochschule.

(Interview mit Martin-Helmut Zumpf – Rechtsanwalt und DigiMediaL_musik Dozent für Urheber- und Medienrecht)

Wie kann man sich für den Zertifikatskurs bewerben?

Ab 4. März 2013 startet der nächste Zertifikatskurs „DigiMediaL_musik – Strategisches Marketing im Social Web“. Interessierte können sich bis zum 18. Februar bewerben: Einfach das Anmeldeformular einschließlich kurzem Fragebogen ausfüllen und an die angegebene Adresse senden.

Weiterführende Informationen mit allen Veranstaltungsinhalten unter: www.digimedial.udk-berlin.de

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Künstlerberufe (3): PR und Marketing im Kulturbetrieb

24. Januar 2013 von Johannes Baumann· Beruf und Weiterbildung

Victoria Gieseking ist 27 Jahre alt und seit Dezember 2011 verantwortlich für Digital Marketing des RIAS Kammerchores. Seit Mai 2012 fungiert sie zudem als Pressereferentin des Ensembles.

victoriaGiesekingSie sind zuständig für Pressearbeit und Marketing. Wie unterscheiden sich diese beiden Bereiche?
Die Bereiche verfolgen das gleiche Ziel: Menschen auf Projekte des RIAS Kammerchores aufmerksam zu machen und nach einer Erfahrung mit dem Chor, ob nun Konzert, Education-Projekt, Offene Probe etc., von ihrem Erlebnis erzählen zu lassen. Die Wege zum Ziel sind jedoch unterschiedlich: Bei der Pressearbeit geht es um nackte Tatsachen, neutral gehaltene Texte und Informationen. Marketing ist, wie der Name sagt, werblich und daher gibt es hier die Möglichkeit, diese Informationen schön zu verpacken. Also, der gleiche Inhalt mit einer (vorübergehend) anderen Zielgruppe. Natürlich soll im Endeffekt jede Information bei unseren (potentiellen) Besuchern landen, jedoch die Fragen, die ich mir vor dem Verfassen einer Pressemitteilung und dem in Auftraggeben einer Anzeige oder Vereinbaren einer Kooperation stelle, sind andere. Bei einer Pressemitteilung frage ich mich, welche – möglichst kurz und knapp formulierten – Informationen mir ein Plätzchen im Kulturteil der jeweiligen Zeitung oder des Magazins verschaffen, welche vom jeweiligen Journalisten also als „berichtenswert“ eingestuft werden. Bei einer Anzeige oder Kooperation – letztere darf gern auch als PR-Maßnahme betitelt werden – stelle ich mir die Frage nach dem Interesse unserer Endverbraucher, also der Konzertbesucher. Wer sind unsere Besucher? Welche Bildsprache ist für ihn oder sie interessant, welche Informationen braucht er oder sie, um den Weg in eines unserer Konzerte zu finden? etc.

Was ist das Besondere daran, eine Kultureinrichtung zu “vermarkten”?
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