Heute Abend um 19 Uhr deutscher Zeit ist es soweit – Steve Jobs wird auf der WWDC einen neuen Musikdienst namens “iCloud” präsentieren und diesen mit Sicherheit als “revolutionary” bezeichnen. 
Aber ist er das auch? Apple gesteht den vier Major-Labels einmalig einen 7-stelligen Dollarbetrag sowie 58% der Umsätze zu, dafür dass bei iTunes erworbene Musik in der Cloud abgelegt und beliebig gestreamt werden kann. Angesichts solch astronomischer Summen kann man vermuten, dass es sich hierbei nur um einen ersten Schritt handelt.
Warten wir nicht alle auf einen universellen Musik- (und Video-) Dienst, der uns gegen eine moderate Flatrate Zugang zu allen erdenklichen Songs, Opern und Symphonien ermöglicht? Mediafuturist Gerd Leonhard beschwört eine solche Entwicklung bereits seit Jahren herauf. Dienste wie Spotify bieten zwar schon einiges an, leider aber in mäßiger Qualität – die Klassikbranche ist vollkommen unterrepräsentiert.
Über die technischen Kapazitäten für ein hochwertiges Streamingangebot dürfte Apple mit seiner gigantischen neuen Server-Farm in North Carolina bereits verfügen. Wenn also Konkurrent Google Music die Musikindustrie nicht einfach kauft – wie schon spaßeshalber spekuliert wurde – dürfte Apple vorerst die Nase vorn behalten.
Wer Steve Jobs Keynote über Twitter live mitverfolgen möchte, tut dies am besten unter dem Hashtag #wwdc11

