VioWorld Blog

Beiträge zu Kultur, Jobs und Web 2.0

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Selbstmarketing für Musiker: DigimediaL geht in die nächste Runde

20. Juni 2011 von Hagen Kohn· Job/ Ausbildung

Eine Frage, die im Laufe eines Musikstudiums meist nur oberflächlich behandelt wird, ist “welche Möglichkeiten gibt es, sich als Musiker selbst zu vermarkten, wie werde ich mein eigener Unternehmer?”

Der Zertifikatskurs “DigiMediaL – Strategisches Musikmarketing im Internet” richtet sich an Berliner Musikerinnen und Musiker und bietet die Möglichkeit, sich an 11 Ganztagsveranstaltungen im Zeitraum von 3 Monaten zum Thema Selbstvermarktung zu qualifizieren.

Ab Anfang Juli wird es für Musikerinnen und Musiker, die den Kurs absolviert haben sowie für alle anderen, die sich im Internet “zu Hause” fühlen, Vertiefungsworkshops geben, die das reguläre Angebot noch ergänzen. Ab September 2011 wird es wieder einen weiteren grundständigen Durchgang des Weiterbildungsangebotes geben. Eine interessante Plattform für den “Musiker als Unternehmer” bietet übrigens auch die Facebook-Seite von DigimediaL.

Für die Vertiefungsworkshops im Juli sind noch Plätze frei. Zur Anmeldung geht es ->hier

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Musik zum Wochenende #2

17. Juni 2011 von Johannes Baumann· Video zum Wochenende

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Der Colón-Ring (1)

15. Juni 2011 von Hagen Kohn· Kulturszene

Im Mai trafen wir Katharina Wagner anlässlich ihrer für 2012 geplanten Ring-Produktion am Teatro Colón in Buenos Aires. Das Besondere an diesem Projekt ist die stark gekürzte Version des Musikproduzenten und Arrangeurs Cord Garben, die beispielsweise das “Rheingold” auf überschaubare 71 Minuten komprimiert. Sakrileg oder Chance für eine neue Wagner-Rezeption? Fragen wir mal den Urheber:

- Herr Garben, Sie haben Wagners “Ring des Nibelungen” radikal gekürzt. Haben Sie keine Angst vor den Puristen?
Wenn ich Angst hätte, gäbe es das Unternehmen nicht. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die “Puristen” von der Sache mehr verstehen als
ich, bin ich ganz entspannt.

- Bearbeitungen von Wagners Mammut-Werk gibt es viele. Was wollen Sie mit Ihrer Fassung erreichen?

Es gibt m. E. keine seriösen Bearbeitungen. Hier mal ein Überblick in drei Stunden, dort nur Orchestereinlagen (Maazel),
Kinder und Jugendfassungen, Kammerbesetzungen u.a.m.

Ich habe rausgenommen:

- Wiederholungen von Strophen
- zig Seiten, wo die Walküren oder Rheintöchter immer wieder dasselbe singen. Diese Längen passen nicht zu einer gekürzten Fassung.
- Lange philosophische Gedankengänge, die nichts mit der Handlung zu tun haben (Nornen, Erda). Grundsätzlich alle Rückblicke, in denen Inhalte der vorausgegangenen Oper wieder aufgefrischt werden oder Sippenstreitigkeiten aus der Vorgeschichte. Ich wollte eine spannende, durchgehende Handlung die überschaubar und verstehbar ist und deren musikalische Substanz von Menschen, die das Ganze zum ersten Mal hören, erfasst werden kann.

- Sind Wagners Opern in ihrer ursprünglichen Form heute noch vermittelbar, sprich rezipierbar?
Ja, natürlich. In den Bereichen der Opern-”Industrie” auf jeden Fall. Der Hörer sucht sich ohnehin unbewusst aus, was er mag und hangelt sich von
einem musikalischen Höhepunkt zum nächsten. Da steigt er auch schon mal für ein paar Minuten aus. Das gilt auch für einen Don Carlos von viereinhalb Stunden.
Wenn aber etwa der gekürzte “Ring” einmal da ist, so ist es durchaus möglich, das die Leute sich sagen: in 6-7 Stunden erlebe ich alles Wichtige und Großartige dieser Opern an einem oder zwei Abenden. Da muss ich doch nicht an vierAbenden in die Oper gehen, viel Geld bezahlen, und jeweils 4-5 Stunden (darunter ein dramaturgisch mißglückter viel zu langer Siegfried) absitzen.
Wir werden sehen was passiert, wenn der neue Ring einmal da ist.

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Vioworld trifft… Stefan Soltesz

10. Juni 2011 von Johannes Baumann· VioWorld trifft...

Johannes Baumann traf den Intendanten und GMD des Essener Aalto-Theaters bei den Baden-Badener Pfingstfestspielen anlässlich der Salome-Premiere mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Ein spannendes Gespräch über Oper, Kulturpolitik und die Zukunft der Orchesterlandschaft.

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iCloud – Nachtrag

07. Juni 2011 von Hagen Kohn· Kultur und Medien

Nun ist es raus was die iCloud kann – und was nicht…

Für Musikfreunde brachte der gestrige Auftritt von Steve Jobs zwei Überraschungen:

  • die iCloud synchronisiert die Medienbibliothek der Nutzer und macht diese für bis zu 10 Endgeräte zugänglich, das Streamen von Musik ist (vorerst) aber nicht möglich
  • gegen einen Aufpreis von $25 stellt Apple auch die nicht bei iTunes erworbenen Songs in der Cloud bereit

Die große Revolution ist das nicht, eher ein (durch die Industrie erzwungenes?) Festhalten an althergebrachten Geschäftsmodellen (cost per download). Bevor der Traum vom unbegrenzten Zugang zu Musik, Videos, Büchern, etc… realisiert werden kann, müssen sich alle Beteiligten von der Idee verabschieden, dass man digitale Kulturgüter besitzen kann. Gerd Leonhard vergleicht dies mit einem Buffet: Es geht nicht darum, alles aufzuessen, sondern darum, Zugang zu haben! Und für ein gutes Buffet zahlt man auch gerne ein paar Euro.

Alles weitere zur großen Apple-Show hat t3n sehr schön dokumentiert.

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