So schnell können Fusionspläne scheitern und Intendanten sich blamieren. Leider haben alle Beteiligten den Schaden. Hier ein Auszug aus der aktuellen Pressemeldung des DSO:
Große Erleichterung beim DSO über das gescheiterte Fusionsvorhaben
Die Musikerinnen und Musiker des DSO und Chefdirigent Ingo Metzmacher begrüßen das Bekenntnis der Gesellschafter der roc berlin zum DSO
Die Musikerinnen und Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) mit ihrem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter Ingo Metzmacher sind erleichtert, dass sich die Gesellschafter der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc berlin), insbesondere Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, so schnell und eindeutig zum Fortbestand der Ensembles der roc berlin und somit zur Bedeutung des DSO für die nationale und internationale Kulturlandschaft bekannt haben.
Das DSO und Ingo Metzmacher bedanken sich ausdrücklich für die breite Unterstützung der Öffentlichkeit und bei all denjenigen, die sich in dieser gefährlichen Situation mit größtem Engagement und mit Entschlossenheit für die Rettung des Orchesters eingesetzt haben.

Wichtig wären jetzt entweder langfristige (finanzielle) Zusagen und/oder ein Konzept, das die Erhaltung der beiden Orchester langfristig garantiert.
Wir können davon ausgehen, dass sich die Budgets für Kunst und Kultur in den nächsten, ich schätze, zwei Jahren einschneidend verringern werden, weil dann die Wirtschafts- und Finanzkrise voll auf die öffentlichen Haushalte durchschlägt. Das heißt, spätestens in einem Jahr haben wir das Thema Orchesterfusion wieder auf dem Tisch.
Das fürchte ich auch. Zumindest will hier ein Träger die finanzielle Verantwortung abgeben und hat daher gleich mal das worst-case-Szenario angedeutet.