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NPO-Blogparade: Voraussetzungen für einen erfolgreichen Social Media Einsatz

17. November 2009 von Johannes Baumann · 3 Kommentare · Kultur im Netz

Wie muss eine Organisation oder ein Unternehmen aufgestellt sein, um einen erfolgreichen und glaubhaften Auftritt im Web 2.0 realisieren zu können? Diese Frage stellt Katrin Kiefer anlässlich der 12. Runde der NPO-Blogparade.

Nun ist das Kulturportal VioWorld keine Non-Profit-Organisation, aber es gibt doch Parallelen: Der User bekommt das was er braucht kostenlos (Job-Angebote, News, Foren, etc…), das Geld kommt von denen, die es haben (staatliche Kultureinrichtungen). Auch wenn erst wenige Theater und Orchester Social Media für sich nutzen, haben wir uns entschlossen, mit gutem Beispiel voranzugehen und über Blog, Twitter und Facebook mit Usern und Kunden in Dialog zu treten – zumal in Zeiten, da einige schon vom Web 3.0 reden.

Wie also verträgt sich das Social Web mit einem statischen Web 1.0 Portal? Hier einige Auszüge aus einem früheren Blogpost:

Als klassisches Web 1.0 Portal, das hervorragend läuft, aber auch etwas in die Jahre gekommen ist, war es uns wichtig, mit dem Blog eine redaktionelle Ebene hinzuzufügen, die auch für unsere Stellenmarkt-Kunden – Orchester, Theater und sonstige Kultureinrichtungen – interessant ist. [...]
Twitter wiederum nutzen wir – neben der direkten Kommunikation mit den einschlägigen Kultur- und PR-Bloggern – als Multiplikator für dieses Blog. Auf diesem Wege haben wir viele Anregungen für Blogposts (z.B. “Exotic Instruments #4″) erhalten, für unsere erste Blogparade geworben und Dank zahlreicher Re-Tweets das VioWorld-Blog innerhalb weniger Monate etablieren können. Last but not least twittern wir immer wieder interessante Stellenausschreibungen, womit wir wieder beim Kundennutzen wären.
Facebook hingegen macht den VioWorld-Blog im Umfeld unserer privaten Kontakte bekannt.

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Social Media Nutzung ist sicher die Bereitschaft, sich auf das entsprechende Medium einzulassen, Neugierde und Experimentierfreude zu entwickeln. In einer selbstkritischen Betrachtung habe ich das so formuliert:

Nichts spricht dagegen, Social Media zu Marketingzwecken zu benutzen, solange man diese nicht nach herkömmlicher Push-Manier bedient. Tweets und Blogposts nach dem Motto “VioWorld hat den besten Kulturstellenmarkt im Netz!” würden unsere Leser sicher bald langweilen. Wir versuchen vielmehr interessantes, hilfreiches – auch witziges – zum Thema Kultur und Jobsuche anzubieten und freuen uns, dadurch wichtiges Feedback (positiv wie negativ) zu bekommen, das wir vorher so nicht hatten. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist: Web2.0 ist keine Einbahnstraße!

Ich glaube nicht, dass es genügt, einen selbst ernannten “Twitter-Coach” einzuladen, der den Mitarbeitern erklärt wie man´s macht, sondern man muss Spaß haben es einfach auszuprobieren, seinen eigenen Stil zu finden.

Eine Interessante Frage für größere Organisationen ist die Einbeziehung der Mitarbeiter. Wie spannend es sein kann, wenn man seine Mitarbeiter fern jeder redaktionellen Kontrolle über ihr Unternehmen twittern lässt, zeigt ein aktuelles Beispiel: Die komplette Redaktion von Welt Kompakt ist mit einer eigenen Liste bei Twitter vertreten und gewährt so Einblicke in den Arbeitsalltag. Was umso erstaunlicher ist, als das Endprodukt die gute alte gedruckte Zeitung ist. Alt und Neu gehen also doch zusammen!

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