Als ich 2001 meinen ersten Arbeitsplatz als Pressereferent am Opernhaus Halle bezog, stand dort noch nicht einmal ein Computer, Pressemitteilungen wurden per Fax (ohne Serienfunktion!) verschickt. Solche Verhältnisse gehören gottseidank der Vergangenheit an – Email und Internet sind heute so selbstverständlich wie Fax und Telefon.
Anders verhält es sich im Kulturmarketing mit Web 2.0, oder bessergesagt “Social Media”. Abgesehen von einigen Ausnahmen (Duisburger Philharmoniker oder Bühnen Halle) haben die etablierten Kultureinrichtungen noch nicht erkannt, dass Blog, Twitter, YouTube, etc… zur Öffentlichkeitsarbeit gehören, wie früher das Pressefax. Dieses Manko bedeutet für den Bewerber aber auch eine Chance, sich zu profilieren. Wer sich jetzt in diese Richtung qualifiziert (und sei es durch privates Bloggen und Twittern) und den nutzen von Social Media im Bewerbungsgespräch vermitteln kann, wird künftig die Nase vorn haben, gerade in Zeiten, da die Anforderungen an den Mitarbeiter immer umfangreicher werden. Mit dem Problem der immer bunter werdenden Wollmilchsau hat sich kürzlich blogauboutjob beschäftigt.
Die erste deutsche Konferenz zum Thema Kulturmarketing und Web 2.0 – stART.09 – findet übrigens am 24. und 25. September in Duisburg statt. Studenten erhalten ermäßigte Tickets!


Das kann ich nur bestätigen! In der Verlagsbranche ist es sogar so, dass die “Digitalkompetenz” abgeht, weil andere Branchen schneller sind – zumindest ist das bislang in UK so. http://leanderwattig.de/index.php/2009/08/18/verlagsbranche-in-uk-digital-kompetenz-ist-zu-gering/
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Also ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich prophezeie, dass es wieder Zeiten geben wird, in denen Zeit viel wichtiger wird.
Gut, momentan, im Zeitalter der Piraten, von Langzeitarbeitslosen sowie -studenten, da ist man froh wenn man überhaupt noch soziale Kontakte hat, und auch wenn’se nur virtuell sind.
Naja, die Meinung über die “virtuellen, sozialen Kontakte” sollte “A Chim” vielleicht nochmal überdenken – Ansonsten kann auch ich dem Artikel nur beipflichten!