An der Stanford University ganz nah am Silicon Valley wird Zukunft musiziert:
YouTube – Stanford’s Mobile Phone Orchestra and iPhone Ocarina.
“Mobile phones are becoming so powerful that we cannot ignore them anymore as platforms for creativity,” sagt Ge Wang, 31, der Initiator des MoPho (Mobile Phones) Orchestra Projekts. Der Assistant Professor an einer der amerikanischen Top Unis sieht uns an der Schwelle einer “mobile renaissance, maybe a new mobile revolution” , so Wang im Presserelease der Stanford University.
Wie wirds gemacht?
Wang, ein Princeton Absolvent, unterrichtet am Center for Computer Science in Music and Acoustics (kurz CCRMA, Karma ausgesprochen), wo er auch schon das Stanford Laptop Orchestra gegründet hat. Für das iPhone musste er sich aber einige technische Zusätze überlegen, wie die Applikation Ocarina (benannt nach der Okarina, einem alten, flötenartigen Toninstrument). Den Klang an sich produziert das Telefon aber natürlich selbst.
Mehr oder weniger technisch anspruchsvolle, dafür aber in jedem Fall sehr reale Zusätze sind auch noch nötig, um das Handy als Instrument zu gebrauchen: so sind Handschuhe dazu da, das Spielen auf dem Touchscreen zu erleichtern, während die umgeschnallten, zu Lautsprechern umfunktionierten Kopfhörer, den Sound erst hörbar machen.
Und wie klingt das nun? Wie tibetanische Mönche schlägt Cynthia Haven im Stanford News Report unter anderem vor, auf außerirdisch-galaktisch können wir uns definitiv einigen.
Auf die Attitüde kommt es an
Interessant sind dabei die wechselnden Haltungen, die Wang und sein Orchester beim Spielen annehmen. Gewisse zeremonielle Anleihen an klassischen Orchester’aufführungen’ und der Interaktion zwischen Maestro und Musikern scheinen gewollt. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich dadurch ja auch der Klang? Jedenfalls sieht es gut aus, wenn Wang die Arme aufreisst und seine Musiker im Chor ihre Handys von unten auf Augenhöhe anheben. Dazu passt natürlich auch das Outfit der ‘Musizierenden’ – alle tragen Schwarz.
Das MoPho – Orchester 2.0 oder gar schon 3.0 (da mobil möglich)? Und, auch nicht uninteressant: Was John Cage wohl damit anstellen würde?
Mehr bei Erin Biba im Wired Magazine vom 23.03.2009 und auf Ge Wangs Youtube Channel.

Geigen auf dem iPad – Magic Fiddle « Musikmachen auf mobilen Endgeräten // 04.12.2010 um %H:%M Uhr
[...] Von der Softwareschmiede Smule, die schon mit dem Magic Piano (siehe unten) eines der ersten Musik-Apps für das iPad veröffentlichte, ist am 9. November nun ein weiteres Instrument mit Namen „Magic Fiddle“ veröffentlicht worden. Auch dieses Mal zeichnet Dr. Ge Wang (Assistant Professor at Stanford University’s Center for Computer Research in Music and Acoustics) für dieses als Experiment und Demonstration gleichermaßen gedachte Programm für iOS Verantwortung (Quelle, ein interessanter Blog-Beitrag dazu auch hier). [...]