Zakhar Bron erzählt uns von seinen Kinderjahren in Odessa und Moskau. Seinem Lehrer Boris Goldstein hat Bron Jahrgang 1947 viel zu verdanken. Die Freude am unterrichten kam früh und als junge Schüler wie Vadim Repin und Maxim Vengerov in seine Klasse kamen, konnte er zeigen was in Ihm steckt.
Die Kronberg Akademie hatte in der 1. Juni-Woche 110 Geiger nach Kronberg eingeladen. Der Grund: 4 Geigen Professoren von Rang sind im Taunus – Einer von Ihnen ist Igor Ozim. Ozim Jahrgang 1931 unterrichtet schon lange – sein Geigenlehrer Max Rostal brachte Ihm nicht nur das Geigen bei, sondern auch das selbständig denken. Erinnerungen an Henryk Szeryng und David Oistrach sind interessant zu hören. Genauso wie für die größten Geiger vor 50 Jahren gilt auch heute für Ihn: Das Lernen hört nie auf.
Wer als Musiker im Klassikbereich Fuß fassen will, sollte neben einer fundierten Hochschulausbildung auch einige Meisterkurse bei renommierten Vertretern seines Fachs absolviert haben. Das Angebot ist groß, ebenso die Unterschiede bei den Kursgebühren. Viele kleine und mittlere Akademien gelingt der Balanceakt zwischen Wirtschaftlichkeit und moderaten Gebühren nur mit Hilfe von Partnern aus Kultur und Wirtschaft. Und mit viel persönlichem Einsatz und Herzblut. Stellvertretend hierfür sprachen wir mit dem Leiter der Austrian Master Classes, Prof. Georg Steinschaden.
Seit wann gibt es die Austrian Masterclasses? Wie lange begleiten Sie diese schon?
Die Austrian Master Classes gibt es seit nunmehr 35 Jahren. Gegründet von meinem Vater, Univ.Prof. Bruno Steinschaden (Prof. für Violine an der Uni Mozarteum) leite ich das Unternehmen bzw. den gemeinnützigen Verein seit 20 Jahren und habe es in der Zeit von zwei Wochen pro Jahr auf mittlerweile 6 Wochen pro Jahr mit rund 500 TeilnehmerInnen aus über 64 Ländern pro Jahr ausgebaut. Die TeilnehmerInnen kommen in etwa zu 1/3 aus Österreich, 1/3 aus Deutschland und 1/3 aus aller Welt.
Wie finanziert sich eine solche Meisterkurs-Akademie?
Die AMC finanzieren sich seit jeher bis auf einen ganz kleinen und beinahe zu vernachlässigenden Teil selber aus den Kursgebühren. Ohne die Hilfe unserer Partner aus der Wirtschaft, Arc Verona, Blüthner, Pirastro und der Universal Edition wären allerdings die im internationalen Vergleich niedrigen Kursgebühren nicht zu halten. Um unser hohes Niveau der DozentInnen halten zu können sind wir natürlich immer auf der Suche nach weiteren Partnern, Stiftungen und Förderern, die uns helfen, die europäische Musiktradition an junge MusikerInnen weiterzugeben und diese Tradition am Leben zu erhalten. Ehemalige Partner sind u.a. Bösendorfer, Yamaha, Raiffeisen u.a.m.
Welches Angebot erwartet die Teilnehmer?
Das Angebot der Austrian Master Classes umfasst zurzeit Jugendcamps und Meisterkurse für Streicher, Klavier, Gesang, Chor, Tanz, Querflöte und Klarinette.
Aribert Reimann ist bekannt als großartiger Berliner Komponist. Seine musikalische Laufbahn begann aber in der 50er Jahren am Klavier – und auch hier verzauberte Reimann Jahrgang 1936 sein Publikum. Kindheitserinnerungen aus der Zeit des 2. Weltkrieges, Studium bei Boris Blacher und Ernst Pepping, Zusammenarbeit u. a. mit Günter Grass und Dietrich Fischer-Diskau zeigen einen Komponisten der seit 50 Jahren unablässig komponiert und den größten Erfolg verdient.
Als wir vor zwei Jahren einen Twitteraccount für Kultur-Jobs eingerichtet haben, war das eher ein Experiment. Heute ist klar, dass das Angebot angenommen wird: genau 50 Follower fehlen uns noch bis zur Tausendermarke.
Um uns für das große Interesse zu bedanken, verlosen wir unter den nächsten Neu-Followern eine hochwertige DVD-Edition des “Colón-Ring”, die unser Werbepartner NAXOS zur Verfügung stellt – passend zum Wagner-Jahr. Für alle anderen gibt es einen kleinen “Sonderpreis”.
Zur Entstehung des “Colón-Ring”:
Katharina Wagner, Regisseurin und Festspielleiterin in Bayreuth und die Urenkelin des Komponisten, wollte die 7-stündige Ring-Kurzversion von Cord Garben am Teatro Colón in Buenos Aires inszenieren (siehe Vioworld trifft… ). Doch es kam anders: Als das Team im Teatro Colón eintraf, fand es nicht die erwarteten Probenbedingungen vor und entschied sich das Engagement nicht anzunehmen. Kurzfristig übernahm die Regisseurin Valentina Carrasco, die gemeinsam mit Sängern, Bühnenbildnern und Kostümdesignern Wagners Mammutwerk in dieser neuen Fassung auf die Bühne bringt, die an einem Tag aufgeführt wurde. Die 7-Stunden-Fassung des Dirigenten und Pianisten Cord Garben ist kein „Best of Ring“, sondern eine gekürzte Version, die alle wesentlichen Elemente der Urversion enthält.